Wenn man mit der Uni fertig ist und dann erstmal nur halbtags arbeitet, bleibt einem ziemlich viel Freizeit und die musste irgendwie gefüllt werden. Darum gibt’s nun im zweiten Teil ein paar Zeilen aus dem Bereich Freizeit.

Kino

Eine der Neuerungen des Jahres: Ich war noch nie so oft mit Freunden im Kino. Die Liste deckt mit Mission Impossible: Rogue Nation, The Visit, James Bond 007: Spectre, Star Wars Episode VII, Escobar – Paradise Lost, Knock Knock, Es ist kompliziert, Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2, Alles steht Kopf, Minions, Terminator: Genisys, Avengers 2, Who Am I, Ant-Man, Ex Machina, Steve Jobs, Er ist wieder Da, Schmidts Katze, Fack ju Göthe 2, Selfless eine ziemlich große Bandbreite ab.

Der schlechteste Film davon dürfte mit Abstand Knock Knock gewesen sein, den ich als Sneak gesehen hab. Knock Knock ist im Prinzip ein Mix aus Erotikfilm und Psychothriller mit jeder Menge Logiklöcher. Zurück lässt der Film einem nur mit der Frage, warum sich Keanu Reaves für sowas hergab.

Beim besten Film wird’s komplizierter. Spectre fand ich etwas schwächer als Skyfall und Star Wars VII war mir etwas zu sehr Kopie von Episode IV und zudem mit einem arg blöden Fortsetzung-folgt-Ende. Trotzdem sind es gute Filme. Aber letztlich würde ich Mission Impossible den Vorzug geben, denn Rogue Nation ist ein rundum gelungener Actionfilm, vielleicht auch der beste Film der Reihe.

Serien

Beste Serie der letzten Season war für mich The 100 (aber die Serie sollte man unbedingt in Englisch schauen). Die zweite Staffel hat die Serie auf ein wirklich gutes erzählerisches Niveau und weit weg ursprünglichen Teen-Drama geführt. Hier freue ich mich auch wahnsinnig auf Staffel 3, die jetzt im Januar anläuft.

Weniger gut war dafür die 3. Staffel von Arrow. Nicht nur, dass der Hauptgegner ziemlich blass blieb, die Autoren haben auch den gesamten Aufhänger der Handlung ins Absurde geführt. (Achtung Spoiler!): In Staffel 3 haben die Autoren Sara sterben lassen (was damals schon ne beschwerte Idee war, wie ich finde) und letztlich baute sich darauf die komplette Handlung auf. Blöderweise wollten die Studiobosse unbedingt Sara-Darstellerin Caity Lotz für den neuen Arrow-Ableger Legends of Tomorow. Also mussten die Autoren die Figur in Staffel 4 irgendwie wiederbeleben – mal wieder. „Tot“ war die Figur ja auch schon in Staffel 1, um dann in Staffel 2 zurück zu kehren. Dass dann Laurel auf die makabere Idee kommt, ihre kleine Schwester ein Jahr später aus ihrem Grab auszubuddeln und wiederzubeleben, und dann auch noch sämtliche Warnungen vor den Konsequenzen völlig ignoriert, war schon ein wenig arg seltsam.

Ausflüge

Neben Kino und Serien gucken, hab ich auch einiges unternommen, keine großen Reisen aber viele kleine Ausflüge. Einer führte mich z.B. tief in den Untergrund, denn ich war zum ersten Mal seit meiner Grundschulzeit mal wieder in einem Bergwerk, genauer gesagt im Markus-Röhling-Stolln, der unterhalb von Annaberg-Buchholz liegt. Ich finde diese alten Stolln doch immer wieder beeindruckend und bin dann doch froh, dass ich einen Bürojob hab und nicht in der Dunkelheit kauernd Erz aus dem Berg fördern muss, wie es die Bergleute früher (und in anderen Regionen heute noch) tun mussten.

Im "Markus-Röhling-Stolln"
Im „Markus-Röhling-Stolln“

Obwohl ich eigentlich nur 70 km weg wohne, war ich tatsächlich 2015 zum ersten Mal in der Sächsischen Schweiz, dafür aber gleich mehrfach. Das ist wirklich eine schöne Gegend und super zum Wandern geeignet.

Sieht ein wenig nach Urwald aus, ist aber die Sächsische Schweiz
Sieht ein wenig nach Urwald aus, ist aber die Sächsische Schweiz

Zur Kategorie „schlechte Idee“ zählte eine Fahrt mit der Dampflok (irgendwo im Schwabenland). So toll es aussieht, wenn mal wieder eine dieser alten Maschinen an einem vorbei fährt, die eigentlich Fahrt kann auch schon mal schiefgehen: über 1 Stunde Verspätung allein auf der Hinfahrt (= Warten auf einem zügiger Bahnsteig; im Winter), Waggons denen man ihre über 40 Dienstjahre in jeder Ritze ansah und eine nicht mehr gewohnte Rumpelfahrt. Das war somit eher ein Abbild der alten Realität beim Bahn fahren und hatte nix von verklärter Eisenbahn-Romantik. Naja dann wohl noch lieber von außen anschauen.

Eine der schlechteren Ideen des Jahres: Dampflok fahren.
Eine der schlechteren Ideen des Jahres: Dampflok fahren.

Gescheiterte Vorsätze

Leider sind im zurückliegenden Jahr auch ein paar Dinge dem inneren Schweinehund zum Opfer gefallen, die 2016 dann doch wieder besser werden sollten: Ich hab weniger Bücher gelesen, weiter Französisch zu lernen, hab ich auch nicht geschafft und das mit dem Lauftraining ist auch irgendwie eingeschlafen. Naja, so bleiben für 2016 wenigstens noch Ziele.🙂

So, das waren auch schon die Dinge, die ich aus dem Jahr 2015 erzählen wollte. War gar kein so schlechtes Jahr.🙂

Beitragsbild: Fireworks NYE2005 by Mr Magoo ICU (CC-BY-ND 2.0)