Windows 10 schleppt ja noch so einige Kinderkrankheiten mit sich herum. Während die meisten nicht unbedingt tragisch sind, haben ich und wohl viele andere auch ein größeres Problem mit den Treibern für die WLAN-Adapter von Broadcom.

In meinem Fall (ich hab einen Broadcom 4313gn 802.11b/g/n 1×1 Adapter) liegt die Wahrscheinlichkeit eines Komplettabsturzes (Blue Screen of Death) von Windows bei über 60%, sobald ich mich in ein WLAN-Netz einwähle oder auswähle. Das hatte ich weder mit Windows 8.1 noch hab ich es mit Windows 7 (welches auf meinem Notebook noch parallel installiert ist). Leider gibt es weder aktuelle Treiber von Broadcom noch irgend eine Lösung dafür. Da kann man fast nur hoffen, dass Microsoft Broadcom irgendwann kräftig in den Hintern tritt und es irgendwann einen neuen Treiber gibt. Sonst dürfte das mit den Windows 10-Zielen von Microsoft (das OS soll in ein paar Jahren auf 1 Mrd. Geräte laufen) eng werden. Denn wer aktualisiert sein OS, wenn er weiß, dass dann sein Rechner nicht mehr richtig funktioniert?

Aber es ist generell schon merkwürdig: Da bastelt die halbe IT-Industrie am Internet of Things (also z.B. die Waschmaschine mit Internet-Anschluss), an intelligenten Assistenten und anderem Kram und scheitert schon seit Jahren daran, vernüftige Treiber für WLAN-Adapter, Grafikkarten etc. bereitzustellen. Das dürfte weniger daran liegen, dass die Hersteller dazu nicht in der Lage wären. Vielmehr hat dort niemand Interesse daran, Kunden über längere Zeiträume hinweg (mehr als 1 Jahr) einen vernünftigen Support anzubieten. Wer Updates will, soll sich eben ein neues Gerät kaufen. So werden eigentlich noch funktionstüchtige Geräte nur durch Software mehr oder weniger unbrauchbar. Wenn ich mir dann vorstelle, dass in ein paar Jahren Toaster und Waschmaschinen ihren Dienst verweigern, weil etwa die WLAN-Chips nicht richtig funktionieren, dann lesen sich die Zukunftsvisionen der Hersteller schon fast als Drohung.