Vor etwa 18 Monaten schrieb ich über die Abschaffung des NC an der TU Chemnitz.Nach nur einem Jahr, verbunden mit diversen Diskussionen über Kapazitätsengpässe, wurden sie zum Wintersemester 12/13 für 16 Studiengänge erstmals bzw. wieder eingeführt. (Eine Liste der betroffenen Studiengänge findet sich auf den Seiten der TU)

Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften war dabei etwas kreativ und baute in die Zulassungsverfahren für die Master Value Chain Management, Kundenbeziehungsmanagement und Rechnungslegung und Unternehmenssteuerung ein paar Schutzvorschriften für die eigenen Studenten ein. Im Prinzip geht’s dabei um gewissen Bonuspunkte für im Bachelor erbrachte Leistungen, z.B. das erfolgreiche Absolvieren von zwei Seminararbeiten. Dadurch ergeben sich letztlich Aufwertungen von 03,-0,6 Notenpunkte im Zulassungsverfahren, vor allem für die eigenen Bachelorstudenten. Die genauen Details sind dabei in der Zulassungsordnung der TUC zu finden. Interessant sind dabei auch die eingebauten Ermessensspielräume der Prüfungsausschüsse, welche über die Gleichwertigkeit und Anrechnung von Leistungen entscheiden.

Hintergrund dieser Sondervorschriften ist, dass FH-Absolventen in der Regel bessere Notendurchschnitte haben als Uni-Absolventen und dadurch den eigenen Nachwuchs durch die Zulassungsverfahren aus der Uni drängen, was eigentlich nicht das Ziel sein kann. Ich bin mal gespannt, ob die gefundenen Regelungen wirklich etwas gebracht haben. Aber genaueres wird man erst am Ende der Zulassungsverfahren sehen und diese laufen ja noch.