In Chemnitz wird (erstmal) nicht mehr gestreikt. Die letzten Studenten verließen wie geplant letzten Freitag das Audimax. Ich persönlich freue mich, dass das Theater endlich ein Ende hat und im Januar der Lehrbestrieb wohl wieder planmäßig läuft. Außer, dass sich ein paar Leute vor eine Fernsehkamera stellen konnten und das in über 3 Wochen ein Forderungskatalog entstanden ist, der nicht wirklich konkret ist und teilweise Dinge enthält, die schon längst umgesetzt sind, ist nicht viel dabei herausgekommen.

Das das Rektorat den Streik so lange geduldet hat, ist schon ein kleines Wunder, liegt aber auch daran, dass es im Gegensatz zu anderen Unis keine Sachbeschädigungen gab, sich die Streikler insgesamt recht friedlich verhalten haben und dass es über die 3 Wochen sogar eine Art Programm gab, das auch diverse Landtagsabgeordnete als Plattform nutzten.

Von dem Standpunkt aus betrachtet, kann man sogar von einem halbwegs gelungen Streik sprechen. Dass man allerdings eine Versammlung von 300 Stundenten als „Vollversammlung“ bezeichnet und das als Legitimierungsgrundlage verwendet, finde ich allerdings immer noch sehr eigentartig…