Was haben wir nicht alles in der Formel 1 erlebt. Einen Schumacher, der in der Boxengasse gewinnt, Regenrennen, in denen das halbe Feld sich in der ersten Kurve selbst zerlegt oder viele andere kuriose Dinge, die fast 60 Jahren passiert sind. Nur das ein Sieger quasi im Stehen ermittelt wird, ist wirklich was Neues.

Aber beginnen wir doch von vorn. Der Start des Großes Preises von Malaysia war ja eigentlich noch ganz normal. Button kam schlecht weg, Kubica blieb fast stehen und Rosberg übernahm die Führung. Die nächsten Runden waren geprägt vom Warten auf den Regen. Während fast alle in ihren ersten Stops auf Slicks blieben, stieg Ferrari bei Räikkönen viel zu früh auf Regenreifen um, mit dem Ergebnis, dass der Finne rundenlang auf der Strecke herumeierte und anschließend nur 14. wurde.

In Runde 22 kam dann der Regen. Zehn Runden später das Safety Car. Zwei Runden später, nach den Drehern/Abflügen von Vettel, Fischella, Alonso und anderen ( alles hinter dem Safety Car ), folgte der Rennabbruch. Die Rennwagen reihten sich auf der Start-Ziel-Linie ein. 50 Minuten wartete die Rennleitung vergeblich auf besseres Wetter. 50 Minuten die die Fahrer größtenteils in ihren Autos ausharrten, umsorgt von ihren Teams. Dann folgte der Rennabbruch. Button, der vor dem Wolkenbruch wieder auf 1 vorgefahren war, gewann, Heidfeld 2. und Glock auf 3. Einziger Wehrmutstropfen für alle unter den Top 8: Es gibt nur die Hälfte der Punkte, da weniger als 75% der Distanz zurückgelegt werden konnten.

Ein Rennen, das in die Geschichte eingehen wird. Der schönste Satz des Tages stammt im Übrigen von Mario Theißen. Auf die Frage wo denn Heidfeld sei, antwortete er: „Der sitzt noch im Auto. Wir versuchen ihn trocken zu legen.“