Am 08.10.2007 um 14:00 Uhr war es so weit: Die Technische Universität Chemnitz (TUC) hatte zur Feierlichen Immatrikulation 2007 in die Stadthalle geladen. Zum Glück kam nur die Hälfte der 2400 Erstsemester, sonst wäre es richtig eng geworden, denn der Große Saal fast nur 1700 Personen und da viele ihre Eltern mitgenommen hatten (ich nicht!) und auch so noch von der Bügermeisterin über Landtags- und Bundestagsabgeordneten, Wirtschaftsvertreter und der Sächsichen Staatsministerin für Bildung einige Leute da waren, reichte der Platz nicht ganz. Naja, ich hatte meinen Platz und für den Rest gab’s ne Großbildleinwand. Die komplette Veranstaltung hätte ich mir eigentlich sparen können, denn es war so was wie eine Werbeveranstaltung für Chemnitz. Um’s euch zu sagen: Bald gibt’s in Chemitz eine „Bob Dylan Ausstellung“ und die ist weltweit die erste in dieser Form, aber das genaue Datum, wann sie stattfindet, hab ich vergessen.

Der Dienstag war umso spannender, denn nach der Einführungsveranstaltung (9:15-10:45 Uhr), die von Inhalt her das Gleiche war wie die Werbeveranstaltung im Januar zum Tag der offenen Hochschulen, gab’s den Englischtest. Ich hatte am Sonntag durch Glück den allerletzten Platz für diesen Placement-Test bekommen. Der Test an sich war sinnlos (Lückentext, der erste Buchstabe des fehlenden Wortes war immer gegeben.). Naja, hab ihn bestanden und ich war 13:30 Uhr wieder zu Hause.

Der Mittwoch war dann der erste richtige Tag. Los gings 9:15 mit „Übung Mathe I für Wiwi“. Ich sag nur Hallo Polynomdivision! Da hab ich erstmal gemerkt, was ich alles in 4 Monaten verlernt hab – ich konnte gar nix mehr. Dann gings weiter mit „Algorithmen und Programmierung“ bei Prof. Köchel. War ganz interesant, wenn ich das nicht schon alles in Info gehabt hätte. Zum Schluss gabs noch die „Einführung in BWL“. Das war eine ziemliche Katastophe! Nich nur, dass die Frau keine Ahnung hat (denn wer fängt nach dem Studium sofort in einer Führungsposition an?), es gab auch noch einige andere Sachen, wo ich mir gewünscht hab, dass ich wieder GK bei Herrn Fielder hätte.

Einen Tag später, hab ich dann meine erste Vorlesung verpasst, weil ich mich noch für eine Übung einschreiben musste, aber ist nicht so wild, denn es war ja nur „Einführung Mathe“. Dafür hab ich durch Zufall Jan getroffen und ich war die Mensa erkunden, zu der man sagen muss, das die genial gemacht ist, wenn man hinter das Prinzip gekommen ist. Das Essen ist OK, dafür is der Preis mit 2 € echt günstig, davon wird man als normale Person eigentlich satt. Dann gings wieder in eine Vorlesung und es war wieder „Algorithmen und Programmierung“. Dafür bin ich vom Campus an der Reichenhainer zum Gebäudekomlpex an der Straße der Nationen gefahren (Fahrtdauer: 15 min, Busse im 10 min Takt). Nach der Vorlesung gings wieder zurück. Als letztes hatte ich dann noch „Übung Algorithmen und Programmierung“ – schrecklich (Info für Felix: Ich hab als Prgrammierssprache nur Java). Naja, schließlich war ich wie am Tag vorher auch 16:00 Uhr wieder zu Hause. Das Beste: Am Freitag hatte ich erstmal frei!!!

Rückblickend is mir so einiges aufgefallen: die Homepage der Uni is ne Katastrophe, denn jede Fakultät macht dort was sie will und man findet nix; die Wege zwischen den 4 Gebäudeteilen sind relativ lang, aber durch ein gutes Busnetz verbunden; man muss sich überall anstellen; die Einschreibungen funktionieren in jedem Fach anders; Man sollte sich immer gleich zu Beginn der Einschreibezeiten eintragen, auch wenn’s mitten in der Nacht ist, weil schon früh’s alles dicht ist; komischerweise findet man alle Zimmer und Hörsäale relativ leicht (es gibt sogar nen Campusfinder auf der Homepage!) ; Schule war so schön🙂.

Ach ja noch was zu Herrn Fiedler: Manchmal wünscht man sich er wäre dort Rektor oder so, denn bei ihm würde es mehr Ordnung geben. Nur als Beispiel: Ich hab während der Englischeinschreibung schon 5 mal den Kurs gewechselt und langsam nervt’s. Aber ich bin mal auf nächste Woche gespannt. Die 2. Woche als Student begann so, wie die andere aufgehört hat. Etwas stressig. Naja die Einschreibungen hab ich irgendwie immer noch nicht ganz im Griff – aber mein Stundenplan nähert sich der Vollendung. Eigentlich dachte ich ja, er wäre fertig, leider stimmen aber die Zeiten, die auf der Homepage angegeben werden nicht ganz mit den realen überein. Interessant ist allerdings, dass auf einmal Mathe-Übungen, wo letzte Woche nur 14 Studenten waren, auf einmal mit 40 Teilnehmern überflutet werden. – Ich wusste gar nicht, dass Mathe so anziehend ist. –

In den Vorlesungen diese Woche wurde mir bewusst, wie viel ich eigentlich schon in der Schule hatte. Gerade in Info ist es regelrecht langweilig, denn dank Herrn Hofmann hatte ich das schon alles! Was mich total irritiert: Vorlesungen werden in Pascal (Delphi) abgehalten und die Übungen dazu in Java. Nach den ersten Eindrücken von Java, die ich am Freitag sammeln durfte, kann ich nur sagen: Delphi ist schön – Java ne Katastrophe. Mein Übungsgruppenleiter versucht zwar die Schönheiten an Java anzupreisen, aber was Formeln und Variablen betrifft, war Delphi um einiges übersichtlicher. Find ich zumindest.

Lustig war die Zeitverteilung diese Woche. Während ich am Freitag den paradiesischen Zustand einer „Vorlesungszeit“ 90 min hatte (von 13:45 bis 15:15), gings die anderen Tage ziemlich rund. So war ich am Dienstag erst 18:45 fertig, wobei es schon 07:30 losging!

Was für mich zurzeit auch ziemlich blöd ist: In Chemnitz ist die Zschopauer Straße wegen Bauarbeiten dicht. Dass heißt für mich ich bin frühs regelmäßig etwas zu spät, weil ich keine Lust hab noch einen Bus eher zu fahren, aber interessieren tut dass ja keinen. Ist nur für den Platz dann nicht mehr so günstig.

Aber zurück zu Info, genauer gesagt Algorithmen und Programmierung. Der Stoff ist zwar derzeit etwas langweilig, aber die Erlebnisse des Professors aus seiner Studienzeit in Russland umso besser. Da redet er zum Beispiel davon, wie er an der Uni dort Eierlikör selber gemacht hat, usw. Komischerweise passen seine Erzählungen immer irgendwie zum Thema. Ich weis auch nicht wie er das schafft, aber es ist genial.

Ich freu mich auf jeden Fall schon mal auf nächste Woche.